| Was | MoMA, das Museum of Modern Art |
| Wann | Ostermontag, 28. März 2016, ca. 12-17:30 Uhr |
| Wo | 11 West 53rd Street, zwischen Avenue of the Americas und 5th Avenue |
| Typ | Museum |
| Kommentar | Eigentlich scheint mir das gar kein Museum zu sein, sondern vielleicht eher so etwas wie ein Kunstmoloch (auch wenn das ein bisschen zu negativ klingt). Auf jeden Fall ist es eine große Institution, sicher auch ein wichtiger Mitspieler im Kunstmarkt, außerdem auch eine beeindruckend gut geölte Besucherdurchschleusemaschine. Aber auch ein Ort der Inspiration für Künstler und andere, die dort mit den Werken anderer konfrontiert werden. Vermutlich tritt auch die Institution als Mäzen auf, während sie ihrerseits von vielen Gönnern lebt. Kann man bestimmt mehrere Arbeiten drüber schreiben ... ... aber das lasse ich mal. Von der Besucherdurchschleusemaschine war ich allerdings beeindruckt. Heute Vormittag hat es richtig geregnet, also waren es sicher noch ein paar mehr Leute als sonst, die das MoMA für einen passenden, trockenen Ort gehalten haben. Dementsprechend war das Foyer mit Besucherschlangen angefüllt, die sich durch mobile Bandlabyrinthe wälzten. Aber o Wunder! Es hat nicht länger als 15-20 Minuten gedauert, bis wir die Karten hatten, und sicher nur 5 Minuten, bis wir die Garderobe erreichten. Das Gebäude selbst eröffnet immer wieder auch interessante Durch- und Ausblicke, kann aber für meinen Geschmack mit der ganz speziellen architektonischen Qualität der Guggenheim-Schnecke nicht mithalten. Dafür ist das Angebot natürlich von ganz anderem, viel universalerem Kaliber. Es beginnt mit einer Werkschau von Jackson Pollock, dann gibt es in den Abteilungen Painting & Sculpture wirklich alles, was Rang und Namen hat. Picasso, Matisse, Magritte, Miro, Monet, Dali, Degas, Klimt, aber auch Beuys, Uecker, Richter, Polke - wenn man sich Mühe gibt, kann man bestimmt das Alphabet der Namen berühmter Künstler herunterbeten. Die Pelztasse von Meret Oppenheim, Dalis zerfließende Uhren, die typisch-strudeligen Olivenbäume eines van Gogh, verschiedene befremdliche Objekte von Marcel Duchamp - alles da. Mir gefällt die Präsentation "Aus der Sammlung: 1960-1969". Heute ist das zwar alles nicht mehr dazu angetan, jemanden vom Hocker zu reißen, denn wir sind ja alle soooo abgeklärt und haben schon alles gesehen. Interessant ist schon fast eher, wie die damals so frischen und wohl auch nicht für die Ewigkeit produzierten Werke Staub ansetzen, vergilben, altern. Je nachdem kann ich mich darüber wundern, wie alt die Sachen (und ich) aus den Sechzigern sind, oder mich darüber freuen, dass ich mich frischer gehalten habe. ;-)) Und dann erst der psychedelische 1967-Raum, mit Musikerporträts, Plattenhüllen und Covern von Musikzeitschriften! Die Ausstellung Soldier, Spectre, Shaman (also Soldat, Gespenst, Schamane) über den Einfluss des zweiten Weltkriegs auf Künstler und Kunstwerke finde ich recht depressiv, die über den Belgier Marcel Broodthaers (vorher nie gehört) mit vielen Eier- und Muschelschalen eher witzig. Alles kommt aus dem Ei, aus dem großen gelben Dotter, der Sonne heißt - oder so ähnlich. Am Ende gibt es noch die Abteilung mit Zeitgenössischem, aber da ist mein Pensum auch schon ziemlich voll ... |
| Glanzlicht | |
| Links | http://www.moma.org |
Montag, 28. März 2016
Das Unvermeidliche?
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