| Was | Ein kleiner Gang durch einige Ecken der Bronx |
| Wann | Donnerstag, 31. März 2016, ca. 15-17 Uhr |
| Wo | i.W. in Tremont, zwischen Tremont Square, East Fordham Road, und Arthur Avenue |
| Typ | Stadtviertel |
| Kommentar | Leider funktioniert der vorgeschlagene Spaziergang nicht - hrmpf! -, weil man aus dem Zoo, Fordham Road Gate, nicht wie beschrieben in den nördlicheren Teil des großen grünen Bronx Park kommt, in dem sich auch der botanische Garten befindet. Wir gehen also relativ lange an großen Straßen entlang (außer uns verirrt sich natürlich kein Fußgänger hierher), finden dann auch einen Eingang in den botanischen Garten, aber vielleicht ist es auch doch schon zu spät ... also gehen wir noch ein Stückchen an doofen Straßen und finden schließlich die Arthur Avenue. Hier in Tremont an dieser Straße und an den Parallelstraßen hängen schon überall große Schilder "Welcome to Little Italy Bronx", und hier ist es vermutlich deutlich italienischer als in Little Italy Manhattan. Wir kehren erst einmal in einem "Hero Shop" ein, allerdings gibt's da keine Helden zu kaufen, sondern italienisches Essen, die volle Palette. Eggplant Parmigiano, täglich selbst gemachten Mozzarella, Pizza aus dem Ziegelofen, zubereitete Feinkost, Eis - und es muss wohl ein ganz besonderer Laden sein: Für den ge-eisten Cappuccino setze ich mich an ein Tischchen und sehe dann, dass ich vor der Prominenten-Wand sitze: Fotos mit Widmungen diverser Berühmtheiten. Gleich über mir in der untersten Reihe von links nach rechts der letzte Präsident der USA (George W. Bush), der aktuelle (Barack Obama) und der hoffentlich nicht nächste (Donald Trump), alle mit den besten Wünschen für Tino. - Ansonsten gibt es in der Straße viele italienische Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Kramläden (die z.B. superhässliche Pizzateller und Heiligenbilder verkaufen), Bäckereien (hm! das Brot sieht superlecker aus), und am Anfang auch kleine Häuser mit Veranda. Auf einer sitzt sogar ein älterer Herr, der das Treiben auf der Straße betrachtet, gerade so, wie das Klischee vom amerikanischen Rentner in der amerikanischen Kleinstadt suggeriert. Ich frage mich die ganze Zeit, ob gleich heißblütige italienische Cowboys eine Schießerei anfangen oder ein Pate in der gepanzerten Limousine vorfährt - aber alles bleibt ruhig. ;-) Dann müssen wir nur noch die Metro wiederfinden und gehen dazu ein bisschen durch die "ganz normalen" Straßen der Bronx. Da unsere Stadtpläne hierzu nicht viel hergeben, sind wir sehr darauf bedacht, uns an den bekannten Punkten zu orientieren. Aber auch so kann man schon ein paar Unterschiede zu Manhattan ausmachen. Es gibt diese (also nur vermeintlich "chinesischen") Elektroverteilungen: wildes Kabelgewirr von einem Leitungsmast an diverse umliegende Gebäude. Es ist ein bisschen unaufgeräumter als in den meisten Straßen von Manhattan ... aber nicht so furchtbar, wie man vielleicht hätte denken können. Dafür sind viele Häuser schon auch sehr "befestigt", mit vergitterten Fenstern in den unteren Etagen und abschließbaren Türen und Toren auch am unteren Ende der Eingangstreppen. Richtig hohe Häuser sind jedenfalls in dieser Ecke der Bronx nicht zu sein, bei maximal 5-6 Stockwerken ist Ende. Es gibt viele Kirchen, alles christliche Varianten, viele aus dem spanischsprachigen Umfeld. Manche sehen schon ziemlich heruntergekommen aus ... wie auch die Stahl- und Eisenkonstruktion, auf der "unsere" Station (West Farms Square/East Tremont Avenue) der hier oberirdisch verkehrenden Metro (Linien 2 und 5) ruht. Könnte mal einen Anstrich vertragen. An dem ganzen Gewusel hängt auch ein entsprechendes Baustellenauftragsschild, auf dem von einem Anstrich die Rede ist - aber es sieht so aus, als würde es schon jahrelang da hängen. Ob sich also kurzfristig etwas ändern wird, ist fraglich. Übrigens vermute ich, dass die Metrostationen in der Bronx, die eigentlich nicht besonders repräsentativ aussehen, da es recht behelfsmäßig wirkende Konstruktionen aus Metallträgern, Holz und Blech sind, mit Vorbedacht und großem Stolz mit bunten Glasmosaikfenstern ausgestattet wurden. Mir schienen die im Sonnenschein farbenfroh leuchtenden Fenster zu sagen "schau mal, solche zerbrechlichen Kunstwerke haben wir hier - alles gut, du kannst dich auch sicher fühlen". - Und wenn man mehr Zeit hat und in Manhattan "alles" gesehen, kann man bestimmt in der Bronx viel Interessantes entdecken, siehe zum Beispiel unter dem zweiten Link. |
| Glanzlicht | |
| Links | https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bronx http://www.ilovethebronx.com |
Sonntag, 3. April 2016
Huh - gefährlich???!?!?
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