Montag, 28. März 2016

Hipster City?!

Was Williamsburg
Wann Ostersamstag, 26. März 2016, ca. 13-18:30 Uhr
Wo Brooklyn, rund um die Bedford Street
Typ Stadtviertel
Kommentar Wir fahren zur Delancey/Essex Street und haben es dann nicht weit zur Williamsburg Bridge, der Alternative zur Brooklyn Bridge: Man kann darauf den East River überqueren, es gibt dafür einen Weg für Fußgänger (und Radfahrer, hier sogar auf der eigentlichen Brücke getrennt, nicht aber auf der Zufahrt), und man gelangt von Manhattan nach Brooklyn. Wir folgen dort dem vorgeschlagenen Spaziergang aus einem der Reiseführer, der uns "wie besoffen" kreuz und quer und hin und her durch die Straßen führt, vorbei an allerhand "hippen" Cafés, Restaurants und Läden. Und am City Reliquary Museum (s. separaten Eintrag). Wir sind für alles dankbar, was vier Wände außen und idealerweise eine Heizung innen hat, denn nachdem es am Vormittag noch einigermaßen wohltemperiert war, ist es mittlerweile wieder sehr, sehr kalt - und wir haben, nach dem schweißtreibenden Spaziergang durch den Central Park, die ganz warmen Sachen im Hotel gelassen. Brrrr! Nach dem Museumsbesuch stellen wir uns daher nicht in die Schlange an der örtlichen Milchbar, in der es offenbar ein geniales Eis gibt (jede/r kommt heraus mit einem Mini-Becherchen mit einer Eiskugel), sondern kehren statt dessen ein paar hundert Meter weiter im Roebling Tea Room ein, nachdem wir unterwegs das Barbecue-Lokal mit dem schönen deutschen Namen Fette Sau (sic!) links liegen gelassen haben. Hier hat der Cheeseburger wenigstens Geschmack! -
Weiterhin besonders zu erwähnen ist die kleine Schokoladenmanufaktur der Gebrüder Mast - hier wird vor Ort conchiert, und es duftet köstlich. Eine weiß bekittelte junge Dame geht gelegentlich mit einem Tablett herum und bietet Ahorn-Schokolade zur Verkostung an. Wer denkt, dass eine 100g-Tafel für 4 Euro teuer ist, wird eines besseren belehrt. Die 2016er Kollektion (ich glaube, 12 Tafeln à 70g) ist für 88 Dollar zu haben. Alternativ die Milch- oder Dunkel-Auswahl mit je 6 Tafeln für 45 Dollar. Wer nicht so viele Kalorien möchte, kann Schokoladenwürfelchen (ca. 1,2 oder 1,5 Kubikzentimeter) erwerben, 12 Stück für 16 Dollar. Leider ist die ganze Front des Ladens weit geöffnet, so dass zwar die Schokolade nicht schmilzt, aber man sich auch nicht aufwärmen kann.
In Toby's Estate, einer lokalen Kaffeerösterei, trinken wir einen Kaffee, vorher und nachher sehen wir uns noch einen Laden mit tibetischen Waren, ein Buchgeschäft, diverse Kram- bzw. Geschenkeläden, einen Innenausstatter an, bevor wir zum Ende des Spaziergangs noch die etwas abgebrochen wirkende Halle aufsuchen, in der sich Künstler und Flöhe, also Artists and Fleas tummeln. Hier gibt es auch noch jede Menge Vintage-Mode (wie auch unterwegs schon auffiel); ich verzichte aber auf den schönen großen Pelzkragen (hätte mir sicher super gestanden, und war auch wettermäßig eigentlich genau das richtige Stück ...) und begnüge mich mit einem großen Schal/Tuch von manuelle scarves. Wärmt zwar nicht sehr, aber ein bisschen - und sieht vor allem gut aus. Und dann gibt's nur noch ein Ziel: Zurück ins Warme! An der oberirdischen Marcy Station auf der Brooklyn-Seite der Williamsburg Bridge brauchen wir zum Glück nicht lange zu warten, und danach sind wir im Untergrund vor allem windgeschützt. Aber das ist zu spät - ich bin schon erkältet. :-S
Hatte ich übrigens erwähnt, dass Williamsburg wirklich total hip ist? Es gibt gar keine Hochhäuser, bei vielleicht vier, fünf Stockwerken ist Schluss; die Straßen sind relativ ruhig, an vielen Wänden gibt es richtig gute Graffiti - aber es laufen eben genau die richtigen Leute dort herum.
Glanzlicht
Links https://de.m.wikipedia.org/wiki/Williamsburg_(Brooklyn)

1 Kommentar:

  1. Hallo Claudia,

    sehr beeindruckend, wie detailliert du/ihr einen Spaziergang beschreiben könnt. So viele Datails, insbesondere Namen und neue Begriffe würden bei mir nicht hängen bleiben (oder schreibt ihr heimlich mit :-) ). Toll.

    Euch (und damit auch uns..) noch schöne und spannende Eindrücke in euren letzten Tage dort
    Volker

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